Am 18. April ´17 wurde der Spielplan für das Festivaljahr ´17 auf Schloss Tabor präsentiert

 

Im Beisein von Kulturlandesrat Helmut Bieler, dem Kostümbildner Christoph Birkner, dem Bühnenbildner Ludwig Haas und zahlreichen MedienvertreterInnen und Gästen präsentierte jOPERA Intendant Dietmar Kerschbaum den Spielplan zum 15 jährigen Bestehen des Festivals.

Hervorgehoben wurde die Einzigartigkeit der diesjährigen Carmen-Produktion. Intendant Kerschbaum arbeitet mit verschiedenen Ebenen. Das Stück ist angesiedelt zur Zeit des Franco-Regimes und Kerschbaum zeigt, warum Carmen zu jener erotisch verlockenden, freiheitsliebenden Frau geworden ist. Nicht sie hat diesen Weg der Lebefrau gewählt, sondern die Gesellschaft hat sie zu dieser gemacht. Am Ende des Stückes wählt sie den Freitod, in der Hoffnung, Erlösung zu finden.

Die Kostüme orientieren sich am Dresscode der 1960er Jahre, das Bühnenbild ist schlicht gehalten, da erstmals Videoprojektion eingesetzt wird. Die imposanten Stahlfiguren von Ludwig Haas werden über die Projektion das Schloss zu einer atemberaubenden Kulisse machen.

Einen ersten musikalischen Vorgeschmack lieferte die Sopranistin Renate Pitscheider mit der Arie der Micaela. Die Gäste zeigten sich hellauf begeistert.