Auf der Werft von Saardam verdingen sich zwei Russen inkognito - Zar Peter I. und ein Deserteur aus dessen Armee, Peter Iwanow. Der fesche Fahnenflüchtling verliebt sich in die Nichte des Bürgermeisters, kann aber nicht die Rolle des stillen Mäusleins spielen, sondern braust vor Eifersucht. Während der Zar seine Regierungsangelegenheiten diskret weiter verfolgt, bläst sich der Bürgermeister van Bett lautstark mit der Nachricht auf, auf der Werft treibe ein gewisser Peter sein Wesen. Die Sache wird öffentlich. Nun ziehen van Bett und der englische Gesandte um den falschen Russen ihre subalternen Kreise und lösen damit heillose Verwirrungen aus, während der intelligente französische Gesandte Chateauneuf indessen auf der richtigen Spur ist.
Iwanow spielt auf Maries Bitte zur Nasführung des Engländers den gefürchteten Zaren, und als die Staatspolizei eingreifen will, hat sie zwei russische Peter zur Verfügung, von denen einer ein Schwindler sein muss ... Als echter Theaterfuchs kannte Lortzing das Schauspiel Der Bürgermeister von Saardam oder Die zwei Peter, das auf der Tatsache fußte, dass sich der junge Zar und sein General Lefort während ihrer Studienreise durch Westeuropa im holländischen Saardam aufhielten. Der witzige Lortzing erkannte die musiktheatralischen Möglichkeiten, die dem Stoff inne wohnten. So viele Wendungen in der turbulenten Handlung, so viele hinreißende Arien, Duette, Ensembles, die nichts von ihrer Frische verloren haben, vom Holzschuhtanz bis zum Eifersuchtsduett, von "Lebe wohl, mein flandrisch Mädchen" bis "Einst spielt ich mit Szepter und Krone".















